Geschichte 1951 - 1960

1951

Das 50 jährige Gründungsfest findet am 20. Mai unter großer Beteiligung der Bevölkerung statt. Ebenso nehmen viele Ehren- und Festgäste an dieser Feier teil. 

1952

Bei der Jahreshauptversammlung gibt der Hauptmann bekannt, daß die durchgeführte Sammlung zur Beschaffung von Uniformen, Helmen und Ausrüstungsgegenständen den Betrag von S 892,- ergibt. Die Kapelle Schleglhofer besorgt die Musik beim Feuerwehrball, der traditionsgemäß am Faschingsmontag stattfindet.
Als am 25. u. 26 April die "Pummerin" die große Glocke des Wiener Stephansdomes von Oberösterreich nach Wien gebracht wird, werden 675 NÖ Feuerwehrmänner für Absperr- und Ordnerdienst eingesetzt. Unser Wehr beteiligt sich mit einer Glockenspende an dieser Feier. 

1953

Die alten Zwilchmonturen werden ausgeschieden. Neue Overalls werden bei der Fa. Dürböck angeschafft.
Zu den 3. Landesleistungsbewerben in Tulln wird eine Gruppe geschickt, die allerdings das Bewerbsziel nicht erreicht.
Hauptmann Gansberger absolviert mit Erfolg den 1-wöchigen Chargenlehrgang 1 in der NÖ Landesfeuerwehrschule in Tulln. Er wird mit dem Fachabzeichen zur Führung einer Feuerwehr betraut. 

1954

Neuwahlen bestätigen Hauptmann Gansberger in seiner Funktion. Die Wahl des Hauptmannstellvertreters gestaltet sich etwas schwieriger. Nach mehreren Wahlgängen wird schließlich Franz Brandl an diese Stelle gewählt.
Am 28. März findet um 16.00 im Gasthaus Stumwöhrer Niederrußbach die Sprengelversammlung statt. Nach dem aus Altersgründen ausgeschiedenen Dir. Hein wird unser Hauptmann Gansberger einstimmig zum Sprengelkommandant gewählt.
Bei den Wahlen im Bezirk wird Franz Gansberger in die Funktion eines Bezirksfeuerwehrrates berufen.
Der von der Milchgenossenschaft angekaufte Wagen wird umgebaut und zu Floriani feierlich eingeweiht.
Am 16. Mai wird der erste Bezirksfeuerwehrtag nach dem Krieg in Seitzersdorf/Wolfpassing abgehalten.
Die 4. Landesfeuerwehrwettkämpfe finden am 12. u. 13. Juni in Stockerau statt. Hier versucht sich wieder eine Gruppe unserer Wehr und verfehlt knapp das Bewerbsziel (FLA in Bronze u. Silber).
Das Jahr 1954 geht auch als Hochwasserjahr in die Geschichte der Donauanrainer ein. Sogar unsere Feuerwehr wird vom 11. bis 14. Juli zu Hilfe gerufen. Unsere Wehr ist in Schmida im Einsatz, wo sie gemeinsam mit anderen Feuerwehren und russischen Besatzungssoldaten Dämme errichten und Tiere evakuieren. Die Katastrophe ist riesengroß. In Schmida, Zaina und Perzendorf sind mehr als 70 Häuser unter Wasser gesetzt, 815 ha Ackerland, 2000 ha Auwald sind überflutet und der Wildbestand zu 90 Prozent vernichtet.
Unsere Feuerwehr erhält ein Dankschreiben der NÖ Landesregierung für die Hilfeleistung beim Donauhochwassereinsatz.
Ein Brandeinsatz bei Josef Heindl (Selchbrand) im Dezember beschließt das arbeitsreiche Jahr. 

1955

Dies ist eher ein ruhiges Jahr für unsere Feuerwehr. Es ist nur ein Brandeinsatz bei Rohringer in Niederrußbach verzeichnet.
Für den Hilfsfond des NÖ Landesfeuerwehrverbandes werden alle 20 Mitglieder unserer Wehr angemeldet.
Zum Verbandstag in Niederfellabrunn, sowie zur Motorspritzenweihe in Tiefenthal werden Abordnungen unserer Wehr entsandt.
Der Staatsvertrag wird am 15. Mai unterzeichnet. Am 25. Oktober verläßt der letzte fremde Soldat Österreich. Am nächsten Tag beschließt der Nationalrat einstimmig die Neutralitätserklärung. 

1956

Bei den Wahlen wird das bisherige Kommando bestätigt. Josef Kienast übernimmt die Stelle des Zeugwartes von Franz Gratz. Bäckermeister Schernhorst aus Niederrußbach wird für besondere Verdienste um unsere Wehr zum Ehrenmitglied ernannt.
Unserem Hauptmann Gansberger wird für Verdienste um das Feuerwehrwesen das Verdienstzeichen 3. Kl. verliehen.
Bürgermeister Johann Raschbauer erhält die Floriani Plakette des NÖ Landesfeuerwehrverbandes. 

1957

Ehrenhauptmann Schneider erhält eine Urkunde vom NÖ Landesfeuerwehrverband für 50jährige Tätigkeit im Feuerwehr u. Rettungswesen. Franz Dinstl und Josef Ehn besuchen den Maschinistenkurs.
Für die Ungarnhilfe wird eine Naturaliensammlung durchgeführt.
Zum Bau des Hauses St. Florian, das in Hinterbrühl errichtet wird, trägt auch unsere Feuerwehr ihren Teil bei. Seither nehmen jedes Jahr die Feuerwehrmänner eines anderen Bezirkes die Bescherung vor und sorgen für die Instandhaltung dieses Hauses. 

1958

Nach langjährigem Üben entschließt sich unsere Wehr bei den 8. Landeswettkämpfen in Hainburg teilzunehmen. Gut vorbereitet auf den Wettkampf erringen unsere Männer im Silberbewerb mit 347 Punkten den ausgezeichneten 25. Platz von 114 Teilnehmern. 

1959

Keine Änderung im Kommando sowie bei den Chargen bringt die vorgeschriebene Wahl.
Im Gegensatz zu unserer Wahl steht die Wahl des NÖ Landesfeuerwehrkommandanten. Der seit 1947 amtierende Karl Drexier wird abgewählt. Ferdinand Heger aus Mistelbach wird neuer Landesfeuerwehrkommandant. Es zeichnet sich ein Wandel in der Feuerwehrführung ab.
Die Generation des Wiederaufbaus des NÖ Feuerwehrwesens wird Schritt für Schritt abgelöst.
Unsere Wettkampfgruppe beteiligt sich bei den Bezirkswettkämpfen in Stockerau, wo sie eine gute Plazierung erreicht.

1960

Im Bezirk wird der FuB Dienst (Feuerlösch und Bergungsdienst) aufgestellt. Organisierte Feuerwehreinheiten werden hier für Großeinsätze und Katastrophen überörtlich eingesetzt.
Der erste Funklehrgang findet in der NÖ Landesfeuerwehrschule statt.